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Bildungsatlas Optische Technologien
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Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung
Vorstellung des Schwerpunktes
Die Aus- und Weiterbildung im Bereich der optischen Technologien haben Berlin und Brandenburg aufgrund
der großen Konzentration von Universitäten und Forschungseinrichtungen eine große Bedeutung: als Quelle
aber auch als Anziehungspunkt für hervorragend ausgebildete Fachkräfte. An Berliner und Brandenburger
Hochschulen existieren ausgezeichnete Studienangebote zu Optik/ Photonik und zur Mikrosystemtechnik -
sowohl als eigenständige Studiengänge oder als Schwerpunkte bzw. Module in ingenieur- oder naturwissenschaftlichen
Studiengängen. Die Ausbildungsinhalte und Berufsabschlusse orientieren sich an den Anforderungen dieser
Zukunftstechnologie mit ihren anspruchsvollen Teildisziplinen und der internationalen Ausrichtung der Unternehmen.
Optische Technologien umfassen Forschung und Entwicklung, Produktion und Verfahren zur Erzeugung, Verstärkung,
Formung, Übertragung, Messung und Nutzbarmachung von Licht. Zum Synonym für die Photonik als Teilgebiet der
Optik wurde der Laser. Die Photonik umfasst aber weit mehr: sie beschäftigt sich v. a. mit optoelektronischen
Bauelementen wie LEDs, OLEDs oder Diodenlasern sowie mit den dafür notwendigen neuen Materialien. Im Zusammenspiel
mit der Mikrosystemtechnik vereinen diese Technologien die Mikromechanik, -optik, -elektronik und -fluidik zu
eigenständigen und oftmals intelligenten Systemen. Sensorik und Aktorik lassen Mikrosysteme in Verbindung mit
der Umwelt treten, Signalübertragung und miniaturisierte Energieversorgung sorgen für Mobilität.
Die Produktpalette der optischen Technologien reicht von der klassischen Optik und Augenoptik, der
Massenproduktion von Lichtquellen und von Leuchten, der Laser-, LED- und Fotodiodenherstellung,
anspruchsvoller Messtechnik für die ganze Breite des optischen Spektrums bis hin zu Komponenten
und Systemen für optische Kommunikationsnetze und Medizintechnik. Diese Komponenten und weit mehr
werden auch in unserer Region entwickelt und produziert, häufig auf Weltniveau.
Berufsausbildung in der Branche
In der Berufsausbildung haben neben den Hauptberufsgruppen wie Augen- und Feinoptiker/-in oder
Mikrotechnologe/-in eine Reihe weiterer Berufe einen hohen Stellenwert für die Branche:
Chemie- und Physiklaboranten, die die Hightech-Labors in Betrieb halten, sind ebenso gefragt wie weitere
hoch spezialisierte Präzisionsberufe wie Feinwerkmechaniker/-in oder der v. a. in der Rathenower
Brillenglasindustrie anzutreffende Verfahrensmechaniker/-in Brillenoptik. Als Aufstiegsfortbildungen
für Facharbeiter/-innen mit Berufserfahrungen existieren in der Region zudem Angebote für staatlich
geprüfte Techniker/-innen Mikrosystemtechnik sowie Augenoptikermeister/-innen.
Fachkräftemangel
Die Unternehmen in Deutschland verzeichnen heute schon einen anhaltenden Fachkräftemangel.
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Branche und der hohen Exportquote von 65 % werden
insbesondere Fachkräfte aus den Bereichen Physik und Ingenieurwesen mit internationaler Erfahrung gesucht.
Um dem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Hochschulabsolventinnen und -absolventen im Bereich der
Optischen Technologien zu decken, wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Studienangebote mit
Bachelor- bzw. Masterabschluss im Bereich Optik/Photonik eingerichtet. Aber auch in vielen anderen
technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen genießt die Optik heute einen hohen Stellenwert.
Perspektiven in der Region
Um Deutschland als Produktionsstandort zu erhalten, bedarf es hervorragender Ingenieurinnen/ Ingenieure
und Wissenschaftler/-innen, die sich zukünftigen Herausforderungen des Weltmarktes stellen. In Deutschland
erwartet allein die Optische Industrie in den nächsten zehn Jahren einen Zuwachs des Produktions-volumens
von 8,5 % pro Jahr. Aufgrund dieser Wachstumsprognosen wird bis zum Jahr 2015 mit einer Zunahme der
Beschäftigung um insgesamt ca. 41.400 auf etwa 142.900 Beschäftigte gerechnet.
Berlin und Brandenburg sind nicht nur wegen der Vielzahl und des internationalen Renommees seiner Forschungs-
und Ausbildungsstätten eine gute Wahl als Ausbildungs- und Studienort. Neben den günstigen Lebensumständen
bietet die Region auch hervorragende Arbeitsmöglichkeiten. Viele Hightech - Unternehmen, überwiegend kleine
und mittlere unternehmen, agieren aus der Hauptstadtregion auf allen wichtigen internationalen Märkten.
Für gut ausgebildete und engagierte Berufsanfänger ergeben sich daraus große Chancen für eine interessante,
anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit und viele Entwicklungsmöglichkeiten in den Unternehmen.
Die Hauptstadtregion kann für Ausbildungs- und Arbeitsort sein.
Publikation
Bildungsatlas
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